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III. Kischinauforum: Internationale Konferenz „Jenseits des Unipolaren Moments – Perspektiven auf die entstehende Multipolare Welt“

Einleitende Rede von Iurie Roșca,

Journalist, Vorsitzender der Volksuniversität Kischinau.

Sehr geehrte Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, guten Morgen allerseits und willkommen zur dritten Ausgabe des Kischinauforums unter dem Titel „Jenseits des Unipolaren Moments. Perspektiven auf die entstehende Multipolare Welt.“.

Lassen Sie mich zunächst allen Menschen aus aller Herren Ländern vorstellen, welche unsere Veranstaltung gerade mitverfolgen. Mein Name ist Iurie Roșca, ich bin Journalist und Herausgeber aus Moldawien und Vorsitzendee der Volksuniversität, welches dieses Treffen veranstaltet.

Ich war früher ein antikommunistischer Dissident und heute bin ich ein antiglobalistischer Regimegegner.

Ich möchte diese internationale Konferenz damit beginnen, dass ich die Haupteigenschaft meines Landes Moldawiens benenne, nämlich seine religiöse Identität, die christliche Orthodoxie. Mehr als 90% unserer Bürger gehören der Orthodoxen Kirche an. Ohne die Existenz unseres Glaubens wären wir nur eine Masse bestehend aus dem altertümlichen Homo Sovieticus und dem neumodischen Homo Americanus. Deswegen möchte ich Sie um Erlaubnis bitten unsere Veranstaltung mit dem Gebet Vater Unser in meiner rumänischen Muttersprache zu beginnen…

Tatăl Nostru…

Ich danke Ihnen vielmals. Und nun lassen Sie mich nur ein paar Worte über die Wurzeln unserer Initiative verlieren, welche Kischinauforum genannt wird. Die Idee dazu wurde bereits 2017 von einer Gruppe Freunde aus unterschiedlichen Ländern diskutiert, welche die selbe konservative, traditionelle, anti-systemische und anti-globalistischen Werte teilen. Sie bestand aus dem russischen Philosophen Alexander Dugin, dem französischen Schriftsteller und Journalisten Constantin Parvulesco, dem italienischen Priester Nicola Madaro, mir selbst und einigen anderen Leuten welche sich dazu entschieden hatten diese Projekt als regelmäßiges internationales Treffen ins Leben zu rufen, welches Intellektuelle zusammenbringen wird die sich entschlossen der amerikanischen Hegemonie entgegen stellen, ebenso wie dem westlichen Überlegenheitsdenken, welche die globalistische Agenda in Frage stellen und für die Bewahrung kultureller, religiöser, ethnischer und volklicher Vielfalt eintreten, für geistige und moralische Werte und für eine andere, wahrlich menschliche, gerechtere und fairere Gesellschaft. Es ist unsere Überzeugung, dass genau diese Art der Zusammenarbeit dabei helfen kann die Stimmen der Dissidenten stärker werden zu lassen im Kampf mit dem herrschenden Diskurs, welcher von den globalistischen Eliten geprägt wird und den Interessen unserer Völker zuwiderläuft.

Und nun zur Frage, warum wir gerade Kischinau als Ort für unsere Treffen auserkoren haben. Weil es sich zwischen Ost und West befindet und weil dieses Land in Zukunft weder Teil einer Linie sein soll die unseren Kontinent entzwei reißt, noch ein Teil eines geopolitischen Kampfes zwischen den großen internationalen Mächten. In unseren Augen soll Moldawien als Teil unseres großen Mutterlandes, dem Eurasischen Kontinent, nach dem Ende des unipolaren Moments der amerikanischen Hegemonie zu einem Land der Zusammenarbeit, des Zusammenflusses und der Komplementarität zwischen verschiedenen Völkern, Kulturen und Traditionen werden welche endlich zur selben kontinentalen Zivilisation gehören.

Das erste Kischinauforum fand zwischen dem 26. und 27. Mai 2017 statt und brachte Intellektuelle aus Frankreich, Italien, Russland, Moldawien, Rumänien, Griechenland, Serbien, Georgien und Belgien zusammen. Unter den Hauptrednern befand sich zu dieser Zeit der russische Denker Alexander Dugin, der französische Ökonom, Schriftsteller und gegenwärtige EU-Parlamentarier Herve Juvin, der georgische Meinungsführer Levan Vasadze, der belgische Aktivist Kris Roman und viele andere. Während des ersten Forums nahmen wir ein Dokument an, welches unser konzeptuelles Profil definiert. Wir gaben ihm den Namen „Das Manifest von Kischinau: Schaffen wir Großeuropa. Ein geopolitischer Entwurf der Multipolaren Welt.“ (https://flux.md/stiri/the-chisinau-manifesto-creating-the-greater-europe).

Unser zweites internationales Treffen wurde vom 15.-16. Dezember 2017 abgehalten. Das Thema der Konferenz lautete „Der Finanzkapitalismus und Alternativen für das 21. Jahrhundert. Beiträge zu einer Vierten Ökonomischen Theorie.“ (die komplette Konferenz ist hier auf Video gebannt: https://flux.md/stiri/video-international-conference-financial-capitalism-and-its-alternatives-for-the-21st-century-contributions-to-the-4th-economic-theory-chisinau-15-december).

Die zweite Auflage des Kischinauforums brachte eine beeindruckende Anzahl führender Intellektueller aus vielen Ländern zusammen, die ihre Sicht auf die gegenwärtig vorherrschende Form der Wirtschaft und das politische Modell darlegten, sowie einige Schlüsselkonzepte präsentierten betreffend alternativer Angebote zum vorherrschenden gierigen, ungerechten und perversen Paradigma, welches weltweit von den Unternehmen diktiert wird.

Unglücklicherweise hatten wir letztes Jahr die Gelegenheit für ein weiteres Forum in Kischinau nur wegen mir vergeben. Ich spreche dabei über die Verfolgung meiner Person durch die moldawischen Autoritäten, welche keinerlei Bewunderung für meine Aktivitäten hegen und versuchten mich für sieben Jahre ins Gefängnis zu stecken. Um ehrlich zu sein kann ich ihren Absichten überhaupt nichts abgewinnen. Aber ich zögere keine Sekunde damit den Kampf für meine Überzeugungen fortzusetzen, welche viel wichtiger als meine Freiheit sind. Wie auch immer, unsere internationale Gemeinschaft setze ihre anstrengende Arbeit mit der Organisation öffentlicher Konferenzen 2018 fort, aber auch durch Buchpräsentationen, Artikel und Videos für unser alternatives Mediennetzwerk.

Während der vergangenen drei Jahre wurde unsere Gemeinschaft größer und stärker, andere berühmte Dissidenten aus verschiedenen Ländern traten unserer geistigen Familie bei. Dadurch wurden wir in letzter Zeit auch sichtbarer und einflussreicher auf der internationalen Ebene.

Heute können wir voller Glück davon sprechen, dass unsere internationale Veranstaltung in Kischinau Freunde aus mehr als zehn verschiedenen Ländern besuchen.

Der erste Tag des Kischinauforums wird hauptsächlich unserem Tagungsthema betreffend das Ende der amerikanischen Hegemonie und den Perspektiven auf die neu entstehende Multipolare Welt gewidmet sein.

Morgen werden zwei Gruppendiskussionen stattfinden. Wir werden um 09:00 Uhr mit der ersten Diskussion „Syrien in Flammen“ beginnen, welche die westliche Aggressionen gegen dieses Land behandeln wird, die vor acht Jahren begann und Teil eines großen militärischen wie nichtmilitärischen, Medien- und Wirtschaftskriegs gegen den gesamten Nahen Osten (Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen, Iran) war und allen Folgen welche mit diesem großen Thema verbunden sind.

Unsere zweite Diskussion, die morgen stattfinden wird, konzentriert sich auf unsere verlegerische Aktivität. Wir werden das Vergnügen haben den Reden verschiedener berühmter französischer Autoren lauschen zu dürfen: Lucien Cerise, Youssef Hindi und Pierre-Antoine Plaquevent. Ich spreche über die Autoren jener Bücher welche ins Rumänische übersetzt und von der Volksuniversität in den letzten zwei Jahren veröffentlicht wurden. Ich möchte erwähnen dass unter den französischen Autoren, welche von uns veröffentlicht wurden auch Jean Parvulesco, Ivan Blot, Herve Juvin, Jean-Michel Vernochet, Valerie Bugault und Jean Remy befinden.

Eine französische Historikerin die ich sehr bewundere und welche sich auch in unserer heutigen Runde befindet ist Marion Sigaut. Sie wird auch an unserer zweiten Diskussion morgen teilnehmen. Übrigens hoffe ich zumindest eines ihrer Bücher in der nahen Zukunft veröffentlichen zu können.

Und nun lassen Sie mich die Kollegen vorstellen, welche die Komoderatoren dieser Veranstaltung sein werden. Daria Dugina aus Russland ist eine Philosophiegeschichtlerin, Paul Ghitiu ein rumänischer Schriftsteller, Journalist, Filmemacher und Politiker, Youssef Hindi ein französischer Religionshistoriker und geopolitischer Analyst. Und nun lade ich Sie dazu ein den Reden unserer Freunde zu lauschen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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